Montag, 10. Dezember 2018

Wenn das Grundeinkommen ein Menschenrecht ist...

Jörg Reiners veröffentlichte heute auf dem Netzwerk Grundeinkommen und ruft zu einer Diskussion auf:



https://www.grundeinkommen.de/10/12/2018/wenn-das-grundeinkommen-ein-menschenrecht-ist.html


ein paar Auszüge bzw. Zitate:

[...]"Menschenrechte, die viele von uns als naturgegeben betrachten, mussten stets gegen erhebliche Widerstände zur Geltung gebracht werden.
Bis in die Gegenwart hinein begegnen zahlreiche Persönlichkeiten dem Menschenrechtsdiskurs mit Skepsis. So bezeichnet der slowenische Kulturtheoretiker Slavoj Zizek das „Menschenrechtsbetreiben“ in seinem Videofilm „Liebe Dein Symptom wie Dich selbst!“ als postmoderne Viktimisierung, in der sich Menschen gerne mit ihrer Opferrolle identifizieren."
 [...]
auch gerichtet an die Szene der Grundeinkommensbefürwortenden:

"Schätzen wir Menschenrechte so gering, dass wir sie zuvor zu testen haben? Oder betrachten wir das Grundeinkommen nicht (mehr) als ein Menschenrecht? Hat gar der vermaledeite neoliberale Zeitgeist sich des Grundeinkommensdiskurses bemächtigt, indem er ein Abklopfen des Grundeinkommens auf seinen Nutzen hin einfordert?"
 [...]
"Soll ein Grundeinkommen die Menschen nicht mehr emanzipieren? Wollen wir die Menschen nicht länger von ihrer schieren Verwertbarkeit befreien und ihnen ihre Würde zurückgeben, die ihnen unter dem Primat der Ökonomie weitgehend genommen worden ist und weiterhin genommen wird?
Seit ich mich mit dem Grundeinkommen auseinandersetze und für dessen Verwirklichung einbringe, frage ich mich stets, was man mit all den Projekten, Testphasen und Feldversuchen zu beweisen trachtet. Wir sollten nicht in die Falle des vorherrschenden Zeitgeists verfallen, der jeden Fortschritt nur empirisch abgesichert anzugehen bereit ist. Folglich sollten wir das Grundeinkommen als Menschenrecht ansehen und dessen Umsetzung konsequent einfordern. Deshalb sollten wir unsere Energie auf diese Konsequenz verwenden und sie nicht in illusionären Auseinandersetzungen verpuffen lassen.
Ich erhoffe mir eine rege Diskussion in der Sache, zum Beispiel unter Nutzung der Debattenliste des Netzwerks Grundeinkommen."

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