Donnerstag, 30. November 2017

BGE im Fall von Leuten, die man zur Alltagsbewältigung nur "mit Zwang" erreicht?

schadet das BGE als Konzept genau diesen Leuten? Was kann man ggf. tun, dass das nicht so ist? EIn Lehrer schildert auf fefes Blog folgende Situation:




>
> [l] <https://blog.fefe.de/?ts=a4e04b18> Und noch ein wichtiges Argument
> zum bedingungslosen Grundeinkommen:
>
>     gerne würde ich Dir einen weiteren Aspekt des bedingungslosen
>     Grundeinkommens mitteilen, der häufig übersehen wird. Viele
>     Befürworter des BGE sind intelligente engagierte Menschen die in
>     ihrer sozialen Blase den Umgang mit ebensolchen Menschen pflegen.
>     Daher haben sie die Annahme dass es mit dem BGE förmlich zu einem
>     Aufblühen von gemeinnützigen, zukunftsweisenden oder künstlerisch
>     wertvollen Projekten kommen müsse, da sie und ihre Mitmenschen
>     offensichtlich durch finanzielle Engpässe von deren Verwirklichung
>     abgehalten werden.
>
>     Ein Aspekt bei der Finanzierung des BGE ist der Abbau der dann
>     vermeintlich obsoleten Strukturen des Verwaltungsapparates.
>
>     Ich bin seit ein paar Jahren Lehrer an einer integrierten
>     Sekundarschule in Berlin und meine soziale Blase ist daher weit
>     davon entfernt geschlossen zu sein ;-) Ich möchte nicht ins Detail
>     gehen mit was für dysfunktionalen Familien und beeinträchtigten,
>     bzw. gestörten Individuen ich dabei regelmäßig konfrontiert bin und
>     welchen Einsatz es erfordert den Kindern aus diesem Umfeld gerecht
>     zu werden…
>
>     Durch meine Arbeit gelangte ich zu folgender Einsicht: Bei den
>     Sozialämtern, Bewilligungsstellen, Jobcentern etc. geht es nicht
>     primär um die gerechte bzw. regelkonforme Verteilung von Bezügen,
>     sondern um soziale Kontrolle. Beispiel Wohngeld. Das Bezahlen der
>     Miete scheitert in vielen Fällen nicht primär daran dass der
>     Bezieher keine Mittel hat, sondern dass er sie für etwas anderes
>     verwendet werden (z.B. Spielsucht, Alkohol etc.). Im Zweifelsfall
>     schreitet daher das Amt ein, und zahlt die Miete direkt an den
>     Vermieter. So läuft das in ganz vielen Fällen, in denen das Geld
>     direkt mit dem Amt abgerechnet wird: sämtliche BUT Zahlungen für
>     "BerlinPass" Schüler (also Schüler aus Familien die
>     Transferleistungen beziehen): Geld für Bücher, Klassenfahrten,
>     Ausflüge, Essen in der Mensa etc. Das sind zum Teil bis zu 80% der
>     Schüler einer Klasse. Und viele Eltern oder Erziehungsberechtigte
>     sind nicht in der Lage die von mir vorab ausgefüllten Formulare und
>     Anträge zu unterschreiben und mir zukommen zu lassen, damit ihr Kind
>     z.B. 350 Euro erhält um auf Klassenfahrt zu fahren …
>
>     Viele BGE Verfechter haben keine Vorstellung davon wie unfähig viele
>     Menschen sind (und ich meine das nicht abwertend, sie sind schlicht
>     und einfach nicht in der Lage dazu) auch die einfachsten
>     Transaktionen abzuwickeln und mit Geld umzugehen. Würde man dieser
>     Klientel einfach jeden Monat Betrag X überweisen, könnte man meiner
>     Meinung nach nicht damit rechnen dass sie z.B. die Miete, die Bücher
>     ihrer Kinder, oder die Stromrechnung bezahlen. Sprich der soziale
>     Betreuungs- und Überwachungsapparat der Ämter müsste weiter
>     bestehen, hätte aber bei einer Leistungsentkopplung kein Druckmittel
>     bei einer Einwirkung auf die Familien. Mich würde interessieren ob
>     jemand diesen Aspekt schon einmal in die Modelle einbezogen hat?

ich, FriGGa, gebe darauf mal eine Antwort:



Lieber fefe - hier eine Antwort zu dem Blogbeitrag "Aspekt zur Umsetzung des BGE angesichts vieler hochtraumatisierter quasie "lebens- oder alltagsunfähiger" Menschen aus Sicht eines Lehrers:


Lieber Lehrer,

die von Dir vorgebrachten Argumente,die auf Deinen Wahrnehmungen basieren, haben vermutlich wenig mit dem BGE zu tun, auch wenn sie die Kontakte, die Du hast, vermutlich genau beschreiben und keine Schlechtrederei sein sollen.

Das eine ist ein Grundrechtsanspruch (BGE), das andere fällt in die Rubrik "Lebensbewältigung" und die hat zu allen Zeiten ihre Herausforderungen.

Doch warum sind all diese Leute, die Du verstärkt wahrnimmst als "hilfebedürftig" in Form von simpelster Alltagsgestaltung, eben so "absonderlich", "krank", "durchgeknallt" usw.? Saufen, fixen(?), zocken (nur) -  bezahlen ihre (rechtmäßig verlangten?!) Rechnungen nicht?
Doch nicht weil die Menschen als "Säufer oder Fixer geboren wurden, als Computerspiele- oder Automatencasino-Junkies oder nichtsnutzige Allgemeinheitsbelaster", sondern weil es in dieser Gesellschaft einfach NICHTS gibt, was sie als das ergreift, was sie gern und produktiv sein könnten - weil es HEUTE (und zwar ohne das BGE) so gar nichts für sie gibt, worin sie eine echte Perspektive für sich sehen, die auch noch deckungsgleich mit "gesellschaftlichen Erfordernissen" für sie ist, unter denen die "Allgemeinheit" sie steuerzahlertechnisch "verwursten" könnte. Doch halt mal - das tut dieses Gesellschaft doch eigentlich recht gut - und zwar mit einer florierenden Hilfs- und Brennpunktindustrie - und das sogar global gesehen und nicht nur auf bestimmte Kieze oder Landstriche in Deutschland.

Hat es Dich nicht gewundert, als Du diese vielen Fälle erlebt hast oder wann immer Du einem davon begegnest und Dich wieder über ihn ärgern musst, ob das schon immer so war - also sagen wir seit der Steinzeit - oder ob das ein Trend ist, der ab und an und derzeit wieder verstärkt um sich greift? Die "Mit dem Leben nicht zurechtkommen"- Problematik?
(Apropos: dazu können auch hoch gebildete, an der Gesellschaft gescheiterte Individuen gehören - die "individuellen Traumata" und die "personalisierte Schuld (am Arbeitsplatzverlust) vereinzeln das oder geben das Gefühl, es wäre nicht "systemisch was falsch", sondern die Leute hätten nur besonders dreiste Ansprüche oder würden sich nicht mehr "am Riemen reißen".)

Nun, Du siehst die Auswirkungen einer hoch traumatisierten Gesellschaft - die aber unter Umständen und zu Zeiten "so geworden" ist, als es KEIN BGE gab!

Nun, was aber tun, wo es jetzt schonmal so ist wie es ist?
Ich halte es für unverzichtbar, diese Gesellschaft in Therapie zu schicken.
Therapie heißt "Bewusstmachung" und "Heilung" - Ursachen ergründen und beseitigen, nicht "Auswirkungsbekämpfung" (welche aber auch für das akute "Überleben" oft notwendig ist oder scheint).

Unabhängig vom BGE kann therapeutische Entwicklung geschehen (mit aber vor allem ohne Weißkittel und Leute mit Deutungshoheitsanspruch + Macht)- das BGE aber wäre als ein "Freisetzer der Selbstheilungskräfte" inbegriffen in die Therapie- zu der natürlich auch Bildung gehört.
Haben wir doch über Geenrationen (junge) Menschen für (Arbeitsmarkt)verhältnisse herangezüchtet und konditioniert, die jetzt gar nicht vorzufinden sind oder nur krampfhaft noch aufrecht erhalten werden.
"Rückbesinnung auf das Normale" (im Sinne von in sich heil, funktionierend, ganzheitlich gedacht, gemeinwohlorientiert, weder selbst- noch fremdunterdrückend) könnte aus meiner Sicht gerade für die "krassen Fälle" und den gesellschaftlichen Umgang mit denen und nicht nur für die "Kulturell Kreativen" (die sich heute gewaltsam nach dem Markte strecken müssen, Aussteiger oder ggf. Hartzrebellen werden) positiv auswirken.
Natürlich auch auf eine breite Masse, die am liebsten so lange so weitermacht wie gehabt und wie man es ihr vorgibt... davon gibt es mehr als von denen, die an Dysfunktionalitäten leiden (oder diese gezielt entwickeln und einsetzen!), die Du aufgezählt hast.
Ohne das innere Gefängnis der Selsbtkonditionierung wären wir nicht da, wo wir sind.
Es gibt andere Kulturen oder gab sie - da musste keine Stechuhr her, Solidarität der Nachbarn war gegeben... sie hatten keine Smartphones und keine Handfeuerwaffen, keine Hyaluronsäure-(Anti)Faltenmasken, keinen Würfelzucker, keine neuroliguistische Programmierung und keine Computertomographie ausentwickelt - doch haben sie ein Leben geführt, das sie hingenommen haben ohne beständigen Widerstreit gegen sich selbst und die Natur.

Frage Dich in Deinem Beruf und in Deinen Beziehungen zu Deinen Mitmenschen gern immer mal wieder: würde es ohne ZWANG laufen? Was wären die Konsequenzen, den ZWANG wegzulassen?
Freiwilligkeit kann man nicht erzwingen. Was freiwillig getan wird, ist ein Geschenk. Was erzwungen ist, hat keine Chance, selbst bei innerer Zuneigung, ein echtes Geschenk zu werden.

Ich sehe die EInführung des BGEs auch kritisch - als tiefe Befürworterin und auch Lobbyistin für das BGE! Nämlich aus dem Grund, dass ein echtes BGE (oder neuer Gesellschaftsvertrag)  nur als Ende eines Elitedenkens, eines Helfersyndroms, das nur funktioniert und floriert, solange "von oben gegeben wird" wirklich denkbar ist.
Freiwillige, organische Hochspezialisierung meine ich damit weniger - sondern Herrschaft und Deutungshoheit, die im Zweifel straft - aus Prinzip.
Die "Angst vor Kontrollverslust" ist auch für alle inkl, "uns" Lehrertypen heilbar, die denken, sie hätten DAS Patentrezept für die Wélt, das nur funktioniert, wenn alle sich danach richten.

Ich empfinde daher jede Erwägung und praktische Übung zum BGE - als Diskussion, Mahnmal jetziger Missstände, Utopie des Möglichen, Probierspiel oder Grundrechteaktivismus als Gewinn - stärkt es in jedem, der sich damit befasst oder aktiv daran beteiligt, die Selbstermächtigungskräfte gegenüber einer "Obrigkeits- Untertanen" Denkschiene.
Auch ein provokantes Gespräch mit Schülern zur Thematik finde ich wichtig.
Dazu hat mal Sascha Liebermann im Interview mit Daniel Häni sehr interessante Ansätze gebracht.

Das BGE ist genau eine Übung im Loslassprozess: die Kontrolle aufgeben.
Du kannst Menschen frei lassen und musst sie deswegen nicht allein lassen - gerade nicht als Lehrer oder "Begleiter von Lernprozessen" anderer, meist jüngerer Menschen.

In Deiner Angst vor dem BGE sehe ich die Angst vor den jetztigen Problemen - nämlich dass niemand  auch die "in der Blase des "Gutmenschlichen" Gefangenen" sich effektiv einbringen wird ohne ZWANG.

Warum sollten die, die dann so lospreschen würden mit BGE, nicht eben genau das dann auch mit dem BGE tun - und eben auch genau wie sie gern wollten, sich statt eines Jobs in einer Zeitarbeitsfirma für REinigung oder Callcenter, praktisch um ihre Mitmenschen (wie Deine Schüler oder deren Eltern) kümmern wollen? Schließlich sagen doch heute so viele "dieses SChlages": wenn ich nur Zeit hätte, würde ich mit meinem eigenen Kind viel mehr machen (und es damit ersnthaft begleiten statt es entgleiten zu lassen) - könnte mal wieder alte Freunde besuchen, die vielleicht schon mit der Buddel am Hals rumhängen...
Schließlich könnten auch ehrgeizige und Engagierte Coaches und Arbeitsvermittler heutiger Zeiten, Lehrer, Therapeuten usw. Lust daran haben, in ihre "wenn ich nur Zeit hätte" Visionen "stehengelassene" mit einzubeziehen... denen bei den "nur unter BGE zutage tretenden Problemen" Assistenz zu sein...
selbst wenn dise Leute dann nicht nachbarschaftlich oder freundschaftlich denken, sonder um den Zugewinn zum BGE bedacht sind: es wird sich um Menschen gekümmert werden.
Und zwar nicht gewaltsam mehr an Leuten wie mir "rumvermittelt", sondern ggf. mitgelaufen und Hand gehalten, auch mal Grenzen aufgezeigt an denen, die mit ihrer "Muße" nicht selsbtregeneration, Weiterentwicklung oder "Ressourcenschonung" betreiben, sondern die zerstörerisch Raubbau betreiben...

Du hast Recht, wenn Du davon ausgehst, dass das BGE im Ideale eigentlich einen "gesunden Menschen" in sich trägt - auch einen "gesundeten" Menschen, der ggf. mit diversen körperlichen, seelischen oder geistigen "Besonderheiten" und vor allem "Andersartigkeiten" zum Typus "heutiger Erfolgsmensch" ausgestattet ist.
Wo immer es MEnschen gibt, denen persönlich das BGE "nichts bringt" (sprich keine Verbesserung), wird aber Bedarf sein, duch eigenes Zutun eben jene Verbesserung herbeizuführen. Warum sollte das dann nicht eintreten, indem man es macht?
Diese Angst, es würde dann noch schlimmer werden, kann nur eine Extrapolation dessen sein, dass wir eigentlich alle schon ZU HOCH traumatisiert sind, dass wir alle, auch die, die es jetzt noch "auf die Reihe kriegen" mit BGE erstmal alle komplett kollabieren und depressiv in der Ecke hängen. Dann wird dieser Kollaps aber auch ohne dem passieren - auch ohne das BGE wird es dann zunehmend MEnschen in die Verzweiflung treiben.
Hilfe, die nur auf Zwang basiert, ist wie schon gesagt keine Hilfe.
Sie ist vor allem Zwang.

Mit ZWANG wird man diesen Leuten, die Du da beshreibst, letztlich nicht helfen können.
Man kann es ja schon heute nicht und ihre Antriebslosigkeit ist der natürliche Reflex auf Zwang, wenn man nicht Gegenzwang auslebt oder die Ellenbogen einsetzt, sich auf den Hosenboden setzt um ggf. mal wer zu sein - bei begrenzter Platzzahl für die, die dann was sein können - vorrangig unfähig damit umzugehen, "versager" zu sein - weil das Leben um seiner Selsbt willen nicht als "Heldentat" oder "Wohltat" oder "Ziel" erlebbar ist.

Jetzt gehe ich mal gedanklich an den Punkt, wo Menschen nach Einführung des BGE nichts mehr tun, gar nichts mehr...
nun, was haben wir dann?
Richtig, wir haben das, was gerade von Linksextremen (auch BGE-Gegnern) oder auf Arbeitsethik fixierte Kapitalismuskritiker vielfacher Coleur ersehnen: GENERALSTREIK + KONSUMVERWEIGERUNG.
Um zu Konumieren, muss ich meinen A. zumindest ein Stückweit hochbekommen.
Was ist Konsum - was nur notwenige Umgebungsvariable?
Miete? Nö - Häuser sind ja da... macht nur keiner mehr Geschäft mit, wenn keiner mehr zahlt.
WOzu auch - was will der Vermieter mit der Kohle? Verwaltung ist arbeit, und wofür ausgeben, wenn keiner mehr "für Geld sich rührt".
Und "wer sich nicht für Geld rührt - wofür rührt der sich"? Aus innerem Bedürfnis (die ganz kleine Blase der Aktiven unter sich - die jetzt die Bauernhöfe besetzt und Mitmachläden, wenn sie die Fabriken nicht mehr - auch nicht mit hoher technischer Innovation - zum laufen bekommt "für den faulen Rest"?
Und was macht dieser Rest - der ja die Mehrheit ist?
Ist er zum Rebellieren, Kämpfen, chaotisch herumschlagen bis zum morden und vergewaltigen auch zu faul?
Nun, ich finde die soziale Frage, die sich dann auftut - wer braut mir das Bier statt wer bezahlt es mir - viel interessanter als das Spiel, was heute vorherrscht.
Ich finde auch die schlimmen "BGE-funktioniert-nicht- Horrorszenarien" interessanter als die Diktatur des Geldes bis in die niedersten Existenzmöglichkeiten hinein.
BGE ist also auch im SCHEITERN an einer "nach Führung rufenden Masse", die nichtmal mehr rufen kann, ein Gewinn - weil man sich mal fragen muss, was man Menschen EHRLICH und AUFRICHTIG anbieten müsste, damit sie BEREIT sind, von sich aus zu lernen, zu investieren, tätig zu werden für etwas,was andere wollen.

Ich finde am BGE an sich so schön, dass es die Menschen eben da abholt wo sie stehen - von ihnen nicht sofortig verlangt, liebevollste Schenker und Alleskönner zu sein, sondern eben auch zuzulassen, dass ein Teil der im Kapitalismus aufgewachsenen Menschheit zumindest zeitweilig noch kapitalistisch gepolt sein wird.

Die Leute, die heute Dir das Bild liefern, das Dich so erschreckt - kommt der Markt ohne sie aus? Funktioniert die Infrastruktur ohne ihr zutun bzw. trotz ihrer störerischen Interventionen?
Eben - mit BGE würde man diese Leute auch nicht "brauchen" - noch nichtmal zur Lebenslegitimation der "Zwangshelfer"... aber natürlich wären sie weiterhin da und machten sich bemerkbar - würden Reaktionen erfahren, ggf. laufen ihnen die Kinder weg, ersticken sie im Alkohol... wer in BGE-Zeiten auf der Straße sitzt, offenbart dass er menschliche und seelische und Lebenspraktische Hilfe braucht - nicht dass er nur von einem krassen strafenden Sozialsystem vergessen oder ausgeschlossen wurde wie es heute überwiegend ist und was dann auch andere Probleme nach sich zieht.
Nun, wenn Du mit BGE dann über die Straße gehst und sieht heulende, randalierende, obdachlose... dann weißt Du dass es nicht am Geld liegt und findest ggf. Deine Klienten. Oder Du weißt wohin Du Dein Geld anteilig spendest, dass es Leute gibt, die sich statt Deiner um sie "kümmern". Wer weiß, vielleicht simulieren wir als BGE-Gesellschaft für den einen oder anderen "Zwangssystem" als "Übergangstherapie" bis der Zwang ausgeschlichen werden kann?
Du, ich spiele da auf jeden Fall mit - besonders für dann aussortierte Arbeitsvermittler!
;-)))
Die Frage, WOFÜR wir lernen, wird sich wandeln. Worüber wir uns in den SChulen unterhalten... welche Mangelsektoren wir besser organisieren und gut bezahlen müssen, weil wir ohne dem nicht zurechtkommen...
es gibt auch viele Ansätze, Zivildienst und GRundsicherungsdienst für alle einzuführen, der aber einen sehr kleinen Ausschnitt des Lebens umfasst, vorrangig von Freiwilligen besetzt wird und dessen Ableistung nicht an dei Existenzberechtigung gebunden wird - weil darauf geschaut wird, "dass es gemacht wird" und nicht "wer dazu zu verpflichten ist".
Das Denken in ganzheitlichen Abläufen, in Kreisen statt Hierarchien oder Linearitäten, wird wichtiger, notwendig... es gäbe jetzt schon viel zu bereden mit Kindern - zu üben - es passiert - hier und da - zu wenig... zu viel Mathe und Deutsch mit zu wenig, was dann bei den Kids davon hängenbleibt.
Sie wollen fast alle reden - dass man zuhört, mit uns streiten, sich an uns reiben - das werden sie auch ohne Sozialpässe wollen. Ja, sie werden Dinge kaputtmachen. Aus Neugier, aus Wut, aus Achtlosigkeit - und es wird unsere Aufgabe sein, ihnen die Auswirkungen bewusst zu machen.
Mit BGE werden wir nicht arbeitslos - aber wir können vielfach die Arbeit lassen, die uns jetzt von der eigentlich an die Ursachen und die die Heilugn gehenden Arbeiten abhält.
Die Tretmühle ist weg. Wer therapeutisch eine braucht, dem kannst Du sie ja verschreiben ;-))) Du weißt ja noch von heute, von Muttern oder Großmuttern wie sie funktioniert ;-)

Rede mit den Kids. Die brauchen kein Mathe und Deutsch, weil keiner sie einstellt bei dem, was sie an Mathe und Deutsch ggf. "bringen".
Lass sie technische und pratkische Grunderfahrungen machen - ihre psychosoialen Gespräche zum Lernfeld für Toleranz und Respekt machen - sich aushandeln, miteinander zurechtkommen. Natürlich können sie nicht ihre kranken Elternhäuser auf knopfdruck heilen. Aber sie sind nicht krank geworden, weil das BGE sie verdorben hat - sondern eine Gesellschaftsform, die auf dem gegenteiligen Wertesystem basierte und in welchem auch ihre eigenen Lehrer gestresst und normiert und geldgesteuert handeln.
Langfristig werden andere Generationen heranwachsen, die sich anderen Problemen zu stellen haben - sorgen wir dafür, dass sie es können - wir ihnen also wenier in unserer Neurose die letzten Rohstoffe wegverbrauchen, so dass sie morgen für sich selber entscheiden können und nicht nur Not und Mangel verwalten müssen, worauf sie verständlicherweise keinen Bock haben und sich wegdröhnen.

Gruß
FriGGa

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